Über 1000 Jahre Bauernkirche

Historische Meilensteine

Um 1000            Errichtung einer Saalkirche (St. Pankratius) im Bereich des heutigen Mittelschiffs

  1. Jh.                 Anbau des romanischen Westturms
  2. Jh.                 Umbau zu einer ungewölbten Pfeilerbasilika mit Querhaus, Ostapsis und zwei Seitenschiffen

12./13. Jh.         Starker Brand im Langhaus mit anschließender Reparatur und Erneuerung des Plattenbodens

1214                    Der Pfarrer der Bauernkirche ist Dechant des Dekanats Iserlohn/Attendorn

um 1350            Mit dem Ausbau der St. Cosmas und Damian Kapelle auf dem Bilstein wird die Pfarrkirche St. Pankratius hauptsächlich von den Gläubigen des Pfarrbezirks außerhalb der Stadtmauern (Kirchspiel) genutzt     

1408                    Älteste Erwähnung einer St. Pankratius-Bruderschaft

um 1450            Entstehung des Schnitzaltars

um 1450            Guss der ältesten, noch erhaltenen St. Pankratius-Glocke (auch: Volle-Vest Glocke)

1565                    Eindeutige Belege zur Einführung der Reformation

1577                    Die Oberste Stadtkirche wird zur Pfarrkirche, die Kirchspielskirche verliert ihre frühere übergeordnete Stellung

1682                    Errichtung der westlichen Empore (1967-69 abgerissen)

1746                    Einbau der Barockkanzel eines Schwerter Künstlers, gestiftet von Pfarrer Georg Thomas Urbani

um 1770            Die Kirchspielskirche hat 6 Glocken aus dem 15. und 17. Jh.

1827                    Mit der Eröffnung des neuen kommunalen Friedhofs enden die Beisetzungen rund um die Kirchspielskirche

1840                    Abriss des südlichen Seitenschiffs wegen Baufälligkeit

1878                    Zum Kirchspiel gehören Ihmert, Kesbern, Calle, Obergrüne, Lössel, Teile von Frönsberg, Stenglingsen, Lasbeck, Untergrüne, Dröschede, Gerlingsen, Iserlohnerheide, Düingsen, Hennen, Leckingsen, Barendorf, Nachrodt, das Kelleramt

1884                    Umschmelzung der 3 großen Glocken bei W. Rinker in Westhofen zum 400. Geburtstag von Martin Luther, 3 kleinere Glocken bleiben erhalten

1888                    Einbau von drei neuen, nach Zeichnungen von Otto Leppin angefertigten, nach außen öffnenden Türen

1894/95             Renovierung außen und innen unter Architekt Fischer aus Barmen, Entfernung des Außenputzes, Ausmalung durch Kirchenmaler Wiese aus Dortmund, 5 neue gemalte Fenster, Restaurierung des Schnitzaltars und Aufstellung im nördl. Querschiff

1910                    Die Totenglocke aus dem 15. Jh. wird der abgepfarrten Kirchengemeinde in Ihmert geschenkt (dort 1917 an die Heeresleitung abgegeben)

1912                    Entfernung der Grabsteine aus dem Inneren der Bauernkirche

1914                    Elektrifizierung der vorhandenen Beleuchtung

1917                    Abgabe der 3 Glocken von 1884 an die Heeresleitung

1925                    Weihe von 4 neuen Gussstahlglocken von der Firma Schilling und Bettermann in Apolda

1929                    Renovierung der Bauernkirche durch Kunstmaler Rüter aus Düsseldorf, neue Teppiche und Läufer von B&U, neue Kanzeltreppe, neue Emporentreppe, neue Heizung mit 12 „Prometheus-Element-Gasöfen“, der Schnitzaltar kehrt auf den Altartisch im Chor zurück

1936                    Bauernkirche wird auch Garnisonskirche der Wehrmacht

1942                    Die alte St. Pankratius-Glocke wird dem Heimatmuseum der Stadt übergeben, um als Denkmal der Einschmelzung zu entgehen

1943                    Auslagerung des Schnitzaltars in das Schloss des Freiherren von Wrede in Willebadessen (ehemaliges Benediktinerinnenkloster)

1945                    Bomben fallen zwischen die beiden Kirchen und zerstören die Fenster der Bauernkirche

1945                    Die Bauernkirche wirdx von der brit. Militärregierung „in Anspruch genommen“ und eine Notverglasung ermöglicht; der Garnisonspfarrer der Church of Scotland lehnt die Aufstellung des zurückgekehrten Schnitzaltars ab, er wird in der Annenkapelle der Obersten Stadtkirche untergestellt

1951                    Rückkehr des Schnitzaltars in den Chor der Bauernkirche auf Bitten des Garnisonspfarrers der Church of England

1959                    Stiftung des St. Georg-Chorfensters durch die britischen Streitkräfte, die Bauernkirche geht wieder in den Vollbesitz der ev. Kirchengemeinde über

1962                    Die vom Heimatmuseum zurückgegebene alte St. Pankratius-Glocke kommt mit neuem Klöppel im Glockenturm des neuen Gemeindezentrums in Iserlohn-Lössel zum Einsatz

1965-69             Umfangreiche Renovierungsarbeiten mit Entfernung der Emporen, Ausbau der Orgel, neuer Presbyterbank, Restaurierung des Schnitzaltars, neuen Fenstern im Mittelschiff, Taufstein aus der Johanneskirche in Hennen, Heizung mit Nachtspeicheröfen

2007                    Neuer Wetterhahn, der Orkan Kyrill hatte den bisherigen Wetterhahn vom Turm gerissen

2009                    Weihe von 5 Bronzeglocken aus der Trinitatis-Kirche in Gütersloh (die vorher auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 1967 in Hannover im Einsatz waren)

2016                    Ausbau der Nachtspeicheröfen, Einbau einer Gebläse-Heizung mit Fernwärmeanschluss

2019                    Einweihung der neuen, von Familie Pütter gestifteten, viermanualigen Grenzing-Orgel mit einem Konzert von Olivier Latry (https://www.orgelglanzlichter.de/)